Ein gutes Essen hat nicht nur einen Nutzen sondern es ist auch begehrenswert

Innovation von A-Z: Nutzen

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Nut|zen

[ˈnʊtsn̩], der;

ist die Zutat zu einer guten Idee, die nicht nur Dir selbst schmeckt, sondern vor allem Deinen Gästen.

Bei der Entwicklung einer Idee wird ihr Nutzen häufig auf ihre Funktionalität oder Notwendigkeit reduziert. Stelle Dir einmal vor, Du würdest ein Abendessen für Gäste kochen. Kochst Du dann nur etwas, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen, oder geht es um mehr?

Der richtige Nutzen-Mix für Dein Produkt

Der ganz grundlegende Nutzen Deiner Einladung zum Abendessen liegt für Deine Gäste zum Teil sicherlich darin, ihre Energiereserven aufzufüllen. Genau genommen könnten sie dafür aber auch selbst sorgen oder einfach zu McDonalds gehen. Viel attraktiver ist es vielleicht für sie, dass sie nicht selbst kochen müssen. Dann könnte dafür aber auch ein Lieferservice oder ein Restaurant in Frage kommen.

Aber darum ging es Dir bei Deiner Einladung ja nicht. Obwohl Du Dir vielleicht so oder so ein Abendessen gekocht hättest, war Deine Idee ja, den Abend und das Essen mit Deinen Gästen zu teilen. Die Funktionalität Deiner Idee ist aber nur zu einem gewissen Teil begehrenswert, denn Essen kann man auch woanders und auf andere Weise. Die Einladung zu einem Abendessen hat noch einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt, nämlich einen emotionalen Nutzen: das Beisammensein spricht zum Beispiel das Bedürfnis nach sozialem Kontakt an, das Probieren unbekannter Zutaten erfüllt das Bedürfnis zu lernen und Neues zu entdecken.

Das gekonnte Abschmecken ist das A und O für eine ausgewogene Idee

Genauso ist es mit der Entwicklung innovativer Ideen. Vielleicht wirst Du durch ein ganz individuelles Problem oder eine Situation auf etwas aufmerksam, das für Dich persönlich gerade begehrenswert und nützlich ist. Das alleine heißt aber noch nicht, dass andere Personen das auch gerade brauchen oder wollen. Und natürlich könntest Du durch Marketing und Werbung selbst Unnützes an die Frau oder den Mann bringen. Aber willst Du das wirklich?

Der Aufwand wäre vermutlich sehr hoch und du musst viel Geld ausgeben. Es wäre doch viel schöner, wenn sich deine Idee wie geschnitten Brot verkauft. Das ganze Marketing-Geld ließe sich also viel effektiver in die Entwicklung guter Ideen investieren, die für viele Menschen tatsächlich nützlich und damit auch begehrenswert sind.

Zieh’ die Punktevergabe doch einfach mal vor

Bei der Entwicklung guter Ideen ist es tatsächlich ein bisschen wie in einer Dinner Show. Da Dir Deine Gäste – wie auch meistens Deine Zielgruppe – unbekannt sind, kannst Du nur von Deinen eigenen Erfahrungen und Bedürfnissen ausgehen. Erst am Ende erfährst Du durch die Punktevergabe, welchen Wert die Gäste Deinem Dinner beimessen. Die Punkte werden vermutlich umso höher ausfallen, je stärker die Übereinstimmung zwischen dem Bedürfnis und dem Nutzen für Deine Gäste ist.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, solltest Du bei der Produktentwicklung nicht erst auf eine finale und pauschale „Punktevergabe“ Deiner Kundinnen und Kunden warten.

Mit der Nutzen-Liste zum perfekten Ideen-Rezept

Versuche folgende kurze Übung, um ein Gespür dafür zu bekommen, was für Deine Zielgruppe begehrenswert ist:

  • Mache Dir eine Liste der Komponenten, die Dein Produkt hat.
  • Schreibe jeweils auf, welche funktionalen und welche emotionalen Dimensionen zu den Komponenten gehören.
  • Finde heraus, wo die emotionalen Lücken in deiner Übersicht sind. Wo könnten oder sollten noch mehr Emotionen stehen?

Wenn Dir auf der emotionalen Seite etwas fehlt, dann ist Deine Produktidee noch ausbaufähig und wartet darauf, von Dir weiterentwickelt zu werden! Deine Überlegungen kannst Du dann zum Beispiel ganz einfach mit Hilfe von Interviews abgleichen und über Prototypentests konkretisieren.

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