Wieso viel duschen nicht innovativ macht, aber beim Ideen entwickeln hilft

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Suchst Du nicht auch nach der einen Super-Idee, mit der Du besonders erfolgreich sein kannst? Etwas, das sich verkauft wie warme Semmeln? Kann man so etwas gezielt finden? Ja! Aber alle haben mal klein angefangen. Nicht jede Idee ist sofort ein Top-Produkt. Lerne hier mehr über die Schritte, die Dir beim Ideen entwickeln helfen.

Vom Einfall zur Innovation

Im Film „Cocktail“ gibt es eine Szene mit Tom Cruise, in der er als „Brian Flanagan“ vom Big Business träumt. Sein Vorbild: Der Erfinder des Cocktail-Schirmchens. In seiner Vorstellung ist dieser nun Multi-Millionär und es ist sein Ziel, eine ebenso einfache, wie absurde Idee zu haben, die von allen begehrt wird und schnell jede Menge Gewinn generiert. Wer das Cocktail-Schirmchen nun eigentlich erfunden hat, ist bis heute ungeklärt. Daher kann man lediglich spekulieren, welcher Einfall genau hinter dieser Innovation gesteckt haben mag. Wollte der Erfinder tatsächlich den Cocktails auf diese Weise ein wenig Schatten spenden, damit sie nicht so schnell verwässern? Oder hatte er einfach nur aufmerksam beobachtet, dass sich Cocktails mit hübscher Dekoration besser an die Damenwelt verkauften? Was auch immer diesen Einfall zu einer Innovation hat werden lassen: Cocktail-Schirmchen erfüllen unsere drei Erfolgskriterien für eine Innovation. Sie sind begehrenswert, umsetzbar und tragfähig.

Einfälle sind noch keine guten Ideen – Ideen entwickeln sich

Die Karriere des Schirms begann natürlich nicht mit der Entwicklung des Cocktail-Schirmchens. Schirme gibt es heutzutage in allen möglichen Varianten: Fallschirme, Regenschirme, Rettungsschirme, Sonnenschirme und sicherlich noch einige mehr. Jeder dieser Schirme schützt vor etwas Bestimmtem: entweder vor einem Aufprall, dem Regen, dem Bankrott oder der Sonne.

Nehmen wir an, Du möchtest Dein eigenes Produkt in Form eines neuartigen Regenschirms entwickeln. Wahrscheinlich überlegst Du erst einmal, wie du Dich überhaupt vor Regen schützen könntest. Diesen Impuls trägst Du eine Zeit lang mit Dir herum und vielleicht fällt Dir in den ungewöhnlichsten Situationen etwas ein: Beim Duschen, im Traum, in einem Gespräch mit guten Freunden oder beim Sport. Natürlich kannst Du Deine Einfälle auch forcieren, wie zum Beispiel durch ein Brainstorming. Wie ein gutes Brainstorming funktioniert, zeigen wir Dir übrigens >> hier.

Nach und nach ensteht ein ganzes Paket an Einfällen, von denen aber wahrscheinlich nur wenige wirklich begehrenswert sind. Sich bei Regen eine Tüte über den Kopf zu ziehen ist beispielsweise wenig attraktiv, weil sie vielleicht die Frisur ruinieren könnte. Hält man sich eine Zeitung über den Kopf, weicht diese womöglich sehr schnell durch und der Schutz vor Regen hält nur kurze Zeit. Sich irgendwo unterzustellen hindert einen daran, seinen Weg fortzusetzen und man braucht länger bis man am Ziel ist.

Was alle diese Einfälle kennzeichnet ist, dass sie noch sehr vage und wenig greifbar sind. Und wenn man sich den einen oder anderen Einfall ansieht, dann wird schnell klar, dass er einige Nachteile haben könnte, die für die Nutzer nicht gewollt sind. Dennoch werden Dir durch diese Überlegungen einige Dinge klar: Man braucht etwas, das die Frisur schont, wasserdicht ist und Mobilität ermöglicht. Also spielst Du weiter mit Deinen Einfällen, baust sie um, kombinierst sie neu, findest alternative Lösungen, und so weiter. Über die Zeit verdichten sich Deine Einfälle also immer mehr zu etwas Konkretem. Ideen entwickeln sich am besten, wenn man ihnen Zeit lässt, zu reifen.

Ideen sind erst gut, wenn die Nutzer von ihnen in der Praxis überzeugt sind

Irgendwann, manchmal sehr plötzlich, ist Deine Idee geboren! Sie ist greifbar, beschreibbar und visualisierbar. Du kannst sie sogar schon so gut erklären und zeigen, dass andere die Idee nachvollziehen und mit eigenen Worten beschreiben können. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um mit Deiner Idee bereits an potentielle Nutzer oder Kunden heranzutreten. Auf diese Weise kannst Du herausfinden, ob sie Deine Idee wirklich für begehrenswert halten. Würden sie Dein Produkt oder Deine Dienstleistung tatsächlich kaufen? Was gefällt ihnen schon besonders gut? Fehlt ihnen vielleicht noch ein Aspekt, an den Du noch gar nicht gedacht hast?

Nutze jederzeit die Chance von den Nutzern zu lernen! So stellst Du sicher, dass Dein Produkt später von Deinen Kunden begehrt und gekauft wird! Manchmal heißt das aber auch, dass Du eventuell eine Schleife drehen und Deine Idee weiter ausbauen musst. Das Feedback der potentiellen Nutzer hilft Dir auf jeden Fall schon früh dabei, Deine Idee an den nötigen Stellen nachzubessern. So entwickelst Du sie weiter und machst sie fit für die nächste Stufe: Deine Erfindung!

Erfindungen bereiten den Eintritt in Märkte vor

Deine Idee entwickelt sich nun von einem ersten Anschauungsmodell zu einem echten Prototypen, quasi einer Beta-Version, einer Trockenübung. Der Prototyp ist außerdem der Beweis, dass Deine Idee umsetzbar ist – unser drittes Erfolgskriterium für Innovation. Er hat vermutlich ein paar Schwächen und ist dementsprechend auch noch nicht perfekt. Darum musst Du ihn auf jeden Fall weiter mit Deiner Zielgruppe testen. Vielleicht stellt sich im Kontakt mit den Nutzern heraus, dass Du ungünstige Materialien verwendest und Dein Schirm viel zu schwer wird. Potentielle Kunden möchten mit einem Gang durch den Regen ja nicht unbedingt gleich den Bizeps trainieren – oder ist das sogar die Idee für ein neues, erfolgreiches Produkt? Bessere Deinen Prototyp nach, wenn es für Deine Nutzer nötig ist. Dann wird Dein Produkt später erfolgreicher.

Ist Deine Innovation begehrenswert, kann sie im Markt erfolgreich sein

In der letzten Stufe hebst du Deine Erfindung auf die Stufe der Innovation: Deine neuartige Idee geht auf den Markt und wird zum Verkauf angeboten. Du produzierst nun Dein Produkt in Serie oder gehst mit Deiner Dienstleistung auf mögliche Nutzer zu. Nachdem Du schon so viel Schweiß, Nerven und sicherlich auch die ein oder andere Summe Geld in deine Erfindung investiert hast, möchtest Du für Deine Mühen und Dein Durchhaltevermögen belohnt werden.

Für Deinen finanziellen Erfolg ist es wichtig sicher zu stellen, dass sich Deine Innovation wirtschaftlich trägt. Hierfür ist vor allem eine sorgfältige Preiskalkulation für Dein Produkt oder Deine Dienstleistung erforderlich. Im Idealfall gefällt Deinen Kunden Deine Innovation so gut, dass der Preis für Deine Kunden weniger wichtig wird. Es ist vor allem entscheidend, dass Dein Produkt verfügbar und zugänglich ist. Zugegeben, ein Regenschirm bleibt ein Regenschirm. Dennoch wirst du feststellen, dass die Preisspanne bei Regenschirmen beträchtlich ist. Wie auf jeden Topf ein Deckel passt, passt Deine Innovation zu Deinen Nutzern.

Ist Dir aufgefallen, dass in Kaufhäusern und Läden an regnerischen Tagen die Regenschirme gut sichtbar und erreichbar in den Eingangsbereichen platziert werden? Den Mitarbeiter*innen ist klar, dass die Leute gerade nichts dringender brauchen als einen Regenschirm. Ein begehrenswertes und leicht zugänglich platziertes Produkt, das unter diesen Umständen auch mal ein paar Euro mehr kosten darf als an sonnigen Tagen. Ein überraschender Regenguss ist also der schönste Beweis dafür, dass Deine Kunden und ihre Bedürfnisse immer im Mittelpunkt Deiner Entscheidungen stehen sollten!

In welchen Situationen hattest Du unerwartet Deine besten Einfälle? Hinterlasse uns einfach Deinen Kommentar!

 

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