Mit den richtigen Zutaten zum Brainstorming-Hochgenuss

lealiane Blog 1 Comment

Brainstormings sind in aller Munde, wenn nicht sogar schon Teil unseres Alltags. Bereits die wohl bekannte Frage am Esstisch „Und was essen wir morgen?“ kann die Grundlage für ein Brainstorming sein. Mit der Methode des Brainstormings ist allerdings auch gefährliches Halbwissen verbunden, das häufig zu Frust und Enttäuschung führt. In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Expert*in im Ideensammeln wirst. Lade Dir einfach das komplette Kochrezept der Innoversität als PDF herunter! Den Link findest Du am Ende dieses Artikels.

Beim Brainstorming geht es nicht nur um einen kreativen Kopf

In einem Büro irgendwo in Deutschland beobachtet Anne, wie ihr Kollege Felix allein an einem Whiteboard herummalt und fragt ihn, was er denn dort mache. Felix erklärt ihr, dass er bis Ende der Woche eine Deadline habe und nun mit Hilfe eines Brainstormings auf kreative Ideen kommen möchte. Anne ist irritiert und bemerkt, dass sie mal irgendwo gehört habe, Brainstormings seien nur mit mehreren Personen wirklich produktiv. Felix schaut sie verdattert an, kann sich aber nicht vorstellen, wie er jetzt Leute herbekommen soll. Außerdem möchte er nicht zugeben, dass es gerade nicht so rund läuft. Womöglich erweckt er sonst den Eindruck, dass er andere für sich arbeiten lässt. Sein Gedankengang wird durch das Klingeln von Annes Telefon unterbrochen, die Felix daraufhin mit seinem Whiteboard zurück lässt.

1 + x = Mehr kreative Ideen!

Bei einer Kaffeepause trifft Felix später in der Büroküche wieder auf Anne, die sich gerade mit Paul unterhält. Paul spricht Felix an: „Felix! Sag mal, Anne meinte, du brauchst Ideen für deine Präsentation am Freitag?“ Felix, der bis eben mit seinen Gedanken irgendwo feststeckte, erwidert: „Ja, genau. Bisher drehe ich mich aber scheinbar irgendwie im Kreis.“ Paul nickt verständnisvoll.

Anne scheint auf einmal etwas einzufallen: „Wollen wir nicht einfach zu dritt ein Brainstorming machen? Ich schau nochmal in meinen alten Schulungsunterlagen von der Innoversität nach. Da gab es so eine Art „Kochrezept“. Und, wenn ich mich richtig erinnere, sollte das eh nicht länger als 45 Minuten dauern. Mit ein bisschen Vor- und Nachlauf sollten wir da doch locker in einer Stunde durch sein. Passt das für dich, Paul?“ Paul ist bereits Feuer und Flamme, da er sich gerade mit langweiligem Bürokratiekram herumschlägt und ihm ein wenig Abwechslung mehr als gelegen kommt. Die drei verabreden sich gleich für den nächsten Morgen.

Auch ein wilder Sturm hat ein System

Am darauffolgenden Tag treffen sich Felix, Anne und Paul im Besprechungsraum. Anne hat ihre Unterlagen gefunden und fasst zusammen: „Zuerst brauchen wir Haftnotizblöcke, für jeden einen. Außerdem braucht jeder einen Stift – aber keinen dünnen! Eher einen mit mittlerer Dicke, damit man die Schrift auch aus etwas Entfernung gut lesen kann.“ Felix steht bereits am Materialschrank und sucht alles zusammen. Anne fährt fort: „Nun müssen wir die Rolle von Moderator*in und Schreiber*in verteilen. Wer mag was machen?“ Felix schaut auf einmal skeptisch und hakt nach: „Das ist doch doof. Dann bleibt doch nur eine Person für das Brainstorming übrig.“ Anne erklärt daraufhin, dass jeder trotz seiner Rolle beim Ideensammeln mitwirken darf. Sie einigen sich darauf, dass Anne moderiert und Paul die Ideen notiert und aufhängt. Im Anschluss verteilen sie die Stifte und Haftnotizblöcke.

Gut gefragt ist halb gewonnen

„So, Felix“, fährt Anne fort, „wir brauchen jetzt eine Frage, zu der wir das Brainstorming durchführen!“ „Naja. Ich brauche drei alternative Lösungen, wie es sich vermeiden lässt, dass die Projektkosten steigen“, antwortet Felix. Wie sich nach einem Blick auf das Kochrezept herausstellt, ist diese Frage ungünstig formuliert. Wichtig ist, dass Fragen zum Ideensammeln offen und positiv verfasst werden. Sie sollten keine Lösungen vorgeben und weder zu eng noch zu breit formuliert sein. Paul schlägt daher folgende Version vor: „Welche Möglichkeiten gibt es, um die Projektaufwände zu reduzieren?“

Auch diesen essentiellen Schritt haben die drei nun erfolgreich gemeistert. Nun kann das Brainstorming starten. Anne beginnt die Moderation: „Ok. Hier steht, dass es sich im Stehen besser denkt. Also – alle aufstehen! Geht es euch gut? Seit ihr motiviert?“. „Ja, klar!“, ruft Felix und Paul nickt euphorisch.

Abladen und Abheben

In den nächsten 20 Minuten laden Anne, Felix und Paul ihre ersten spontanen Ideen ab, speichern sie auf den Haftnotizen und bauen auf schon genannten Gedanken auf. Sie heben sogar richtig ab, als sie sich erst einmal daran gewöhnten, verrückt und grenzenlos zu denken. Nach dieser stürmischen Sammelphase, beenden die drei ihr Brainstorming und landen in einer kurzen Verschnaufpause.

„Puh“, seufzt Paul und stellt fest: „Es war echt schwer mit dem Schreiben hinterherzukommen.“ „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist, den Ideen der anderen einfach nur zuzuhören, nicht dazwischen zu reden und nicht gleich alles zu bewerten“, ergänzt Anne. Felix ist nachdenklich. Er kann nun nachvollziehen warum ein Brainstorming eben nicht nur kreatives Chaos ist und auch alleine wenig sinnvoll ist. Es wird tatsächlich erst dann produktiv, wenn es durch ein paar einfache Rahmenbedingungen und Regeln ergänzt wird.

Nach der kurzen Pause folgt die Nachbereitung, in der die Ideen geclustert, bewertet und ausgewählt werden. In weniger als einer Stunde hat Felix mehrere Ideen, wie er sein Projektbudget einhalten kann. Außerdem hat er Anne und Paul ein bisschen besser kennen gelernt. Er war erstaunt, sogar ein paar Gemeinsamkeiten entdeckt zu haben. Für Felix hat sich das Brainstorming nach dem Kochrezept der Innoversität gelohnt und bei größeren Projekten kann er sich diese Methode in einer erweiterten Personenrunde sehr gut vorstellen.

Das Kochrezept zum Download

Du willst das Kochrezept für Euer nächstes Brainstorming im Büro dabei haben? Die ausführliche Anleitung gibt es >>hier zum Herunterladen.

Du hast weitere Tipps & Tricks, mit denen du schon erfolgreich Ideen gesammelt hast? Hinterlasse uns doch einfach einen Kommentar!

Comments 1

  1. Pingback: Von frittierten Schokoriegeln im Burger zu Deiner Motivation - Innoversität

Schreibe einen Kommentar